2014/04/07

dellen und risse

Schreiben finde ich schwierig. Es ist gar nicht so leicht, seinen eigenen Stil zu finden oder gar zu kreieren. Heute mag man es melancholisch und morgen lieber sarkastisch. (Leider mögen sich diese Seiten in meinem Kopf gar nicht. Heißt, wenn die eine Laune schreibt und die andere dies zu einem späteren Zeitpunkt liest, wird die zweite es immer als „nicht gut“ oder auch „Mist“ abtun - Nicht sehr produktiv bzw. ermutigend, ich weiß.) 

Wenn ich manche Blogs lese, frage ich mich, wie diese Blogger/-innen diesen Stil immer beibehalten können - egal, worüber sie nun schreiben. Um immer wieder den gleichen Stil in meine Posts einzugliedern, dürfte ich nur zu bestimmten Momenten schreiben, in denen ich mich ähnlich fühle und daher auch ähnlich denke. 

Doch ich liebe es zu schreiben! Und es soll keine Rolle spielen, wie ich mich gerade fühle. Dieses Hin und Her, das bin einfach ich. Viele Dinge muss ich noch lernen, zwei davon sind Selbstvertrauen zu haben und meine verschiedenen Phasen immer gleichermaßen zu akzeptieren. Wenn ich das so sage, klingt es, als wäre das so einfach wie das Falten eines Blatt Papiers. Nur ist es eher mit dem Erstellen einer komplizierten Skulptur zu vergleichen. Es gibt so viele kleine Einkerbungen, die nur in die vorgesehenen Stellen ihren Platz finden dürfen, so viele Risse, die auftreten, bei denen es gilt sie sorgfältig und möglichst für immer zu verschließen. Gerade Dellen und Risse, mögen sie auch noch so klein sein, können sich über längere Zeit als sehr schädigend erweisen. 

Eben solche Makel können auch in Form von Wörtern entstehen. Nicht umsonst gelten Wörter als die schärfste Waffe. Wörter gehen unter die Haut, seien es geschriebene oder gesprochene. Sie bleiben im Gedächtnis, fressen sich manchmal dort fest und verbreiten gute oder auch furchtbar gemeine Gedanken und Gefühle. Gerade Menschen, die jedes Wort auf die Goldwaage legen, haben es damit des Öfteren schwerer als nötig. Momentan kämpfe ich mich aus diesem Teufelskreis heraus, weil Wörter mir zwar etwas bedeuten, mich aber nicht in den Abgrund zwingen sollen. Ich möchte versuchen, aus dieser Änderung heraus stärker zu werden. Für die Zukunft. Für mich. 


Schreiben ist auch aus diesem Grund nicht einfach. Geschriebene Wörter existieren über längere Zeiträume, in manchen Fällen auch Ewigkeiten. Möchte ich, dass genau diese Wörter, dieser Text in die Welt geschickt wird? Nur weil mir jetzt danach ist, morgen aber vielleicht wieder gar nicht? JA! Genau diese Zweifel, dass meine Texte nicht gut sind, möchte ich ablegen. Selbstvertrauen gewinnen ist das Ziel, das ich verfolge und ich irgendwann erreichen werde. So früh wie möglich.

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