Zurück. Ich bin zurück. Nachdem ich die letzten paar Tage bei meiner Tante in der Schweiz mit meiner Cousine verbracht habe, bin ich endlich zurück.
Von Anfang an war klar, dass dieser sogenannte Urlaub mit viel Anstrengung und wenig Freiheiten für die eigenen Bedürfnisse verbunden sein würde. Meine einzige Hoffnung setzte ich in meine Cousine, dass sie unsere Tante als genauso anstrengend empfindet wie ich. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die beiden deutlich mehr gemeinsame Hobbys und Interessen haben. Mit diesen Aussichten frage ich mich immer noch, wieso ich da überhaupt zugesagt habe, aber einmal zugesagt, war ein Rücktritt ausgeschlossen.
So sind wir also über Paris nach Zürich geflogen und wurden von einer Person abgeholt, die ausschließlich von sich und ihren Erlebnissen sprach, einem ständig ins Wort fiel und sich erst gar nicht für ihre Nichten im eigentlichen Sinn interessierte ohne selbst wieder von sich zu reden.
Jedoch schweißte dies meine Cousine und mich zusammen und wir erlebten somit zwar ein paar anstrengende, aber auch witzige Tage in der Schweiz, wo gefühlt jeder Begriff mit einem "-li" endet. Das kann eine Person, die das nicht gewohnt ist, leicht irritieren und vielleicht auch ein wenig verrückt machen. Zumal ich den Dialekt der Schweizer überhaupt nicht verstanden habe, sodass ich mir vorkam, ich sei in einem fremdsprachigen Land. Dieses Gefühl hielt so lange an, bis ich merkte, wie gut man sich mit ihnen auch auf Hochdeutsch unterhalten konnte. Als wären sie zweisprachig aufgewachsen.
Da meine Tante nicht viel von Stadtbesichtigungen und einem damit einhergehenden gemütlichen Bummeln durch die Geschäfte hält, scheuchte sie uns um einen See im Wägital und in die Berge nahe von Grindelwald, Bern. Den dritten und letzten ganzen Tag durften ihre Nichten dann doch noch alleine in Zürich verbringen. Wunderschöne Stadt, jedoch sehr, sehr teuer. So wie eigentlich die gesamte Schweiz. Dort habe ich mir dann ein kleines Notizbuch geleistet, in welchem ich jede einzelne Seite mit Datum und Wochentag beschriftet habe (dies verschaffte mir Ruhe vor dem ewigen Redefluss meiner Tante) und dieses nun als Terminplaner nutze. Ich bin super happy, weil ich schon ewig nach einem solchen Buch gesucht habe, mir jedoch immer sämtliche Cover oder die Beschaffenheit der Seiten nicht gefallen haben. Dieser Terminplaner dient nun gleichzeitig auch als Tagebuch für meine Gedanken und Erinnerungen und alles, was mir in dem Moment dann gerade wichtig ist. Er stellt also in gewissen Punkten mein momentanes Leben dar, hält es fest. Genau das ist mein Ziel. Dieses Aufschreiben von Terminen und Gedanken gibt mir Motivation für Neues. Insbesondere dass ich diesen Schritt nicht hier, zu Hause, in meiner "Heimat" tat sondern ein paar hundert Kilometer weit weg in einem anderen Land. Dementsprechend motiviert bin ich nun, fange einfach neu an. :)
x, Gute Nacht
P.S.: Momentan befinden sich leider so gut wie keine Bilder auf meinem Blog, weil ich es geschafft habe, meine letzte Kamera in den Sand zu stoßen, wodurch sie nun nicht mehr voll funktionstüchtig ist. Ich habe vor, mir eine Spiegelreflexkamera (für Anfänger versteht sich...) zuzulegen, suche aber noch nach Schnäppchen und guten Empfehlungen. Falls du also eins davon oder (besser noch!) beides parat hast, lass' es mich bitte, bitte wissen! :)
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